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erhältlich ab
20.11.2015
Genre
  • Rock/Pop
  • Rock
Studio
Universal
Vertrieb
Universal
Laufzeit
00:01 h
Untertitel
Keine
Bild
1,33:1 (1080i60, AVC), BD 25
Ton
DTS / PCM
Sprachen
Englisch (DTS-HD MA 5.1 / PCM 2.0)
Extras
Dokumentation; Bonustracks
FSK
12
Preis
ca. 25 Euro

Bewertung

Bild
Ton
Extras
Gesamt

Müheloses Spektakel

"Ladys and gentlemen, this is Queen!" Die Ankündigung des Off-Moderators im Londoner Hammersmith könnte schlichter nicht ausfallen für eine Show, die mit Schlichtheit nichts, aber auch gar nichts zu tun hat. Das Konzert am Weihnachtsabend 1975, das auf der nun erschienenen Queen-Live-Blu-ray-Disc "A Night At The Oden" zu sehen ist, ist ein Manifest und schillerndes Statement einer Band, die gerade erst in den Startlöchern für eine Weltkarriere stand.

Im weißen Glitzeranzug, vorne wie immer extra-weit ausgeschnitten, die fransigen schwarzen Haare schulterlang, die Augen zart geschminkt, stolziert Freddie Mercury über die Bühne, lässt seine Bewegung zu einer einzigen opulenten Pose werden - und das, ohne dabei all zu überheblich zu erscheinen. Mercury weiß genau, was er tut, und er tritt mit seiner Band vor einer Menschenmasse auf, die dem Glitzermann mit Fan-Plakaten und weißen Taschentüchern entgegenwedeln.

Mit ihrem Nummer-Eins-Album "A Night At The Opera" als beste Basis für den Abend starten Queen in eine Performance, die allein durch die Präsenz der Band zu einem Spektakel wird. Der Rahmen ist ziemlich einfach gehalten: Es gibt keine ausschweifende Lichtshow, keine Pyrotechnik, keine Choreografien oder sonstigen Elemente, die heute von keiner Konzertbühne mehr wegzudenken wären. Es gibt nur Mercury und seine Mitstreiter, die mit feinen, eben teils opernhaften Arrangements aus mehrstimmigem Gesang, heulenden Gitarren und wildem Schlagzeugspiel beeindrucken.

Natürlich: Kameraführung, Nahaufnahmen, Publikumsschwenker - das alles ist bei diesem Mitschnitt nicht sehr reich an Highlights, die Zeit gab das nicht her. Dafür ist "A Night At The Odeon" eine wunderbare Dokumentation einer erst kürzlich zu Ruhm gekommenen Band, die spürt, wie gut sie ist, wie sehr sie dem Publikum gefällt, wie geboren Mercury für den Frontmann-Job ist. Es ist die Möglichkeit, im Detail zu beobachten: Wie waren die eigentlich, als es so richtig los ging?

Die DVD-Extras: Interviews mit Queen-Gitarrist Brian May und -Schlagzeuger Roger Taylor, die über die Band in den 1970er-Jahren sprechen, nette Einblicke geben und erklären, wie es Weihnachten 1975 wirklich war im Hammersmith, vom Soundcheck bis zum abschließenden Weihnachtsgruß von Mercury.

Erik Brandt-Höge
teleschau | der mediendienst

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