erhältlich ab
03.05.2013
Genre
  • Hard&Heavy
  • Hardrock
Studio
Eagle Vision
Vertrieb
Edel
Laufzeit
01:55 h
Untertitel
Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch (nur bei Interviews)
Bild
4:3 (Vollbild)
Ton
DTS Surround, Dolby Digital
Sprachen
Englisch (DTS 5.1, DD 5.1, DD 2.0)
Extras
Promo-Videos; Interviews; Feature: "Rainbow Over Texas 1976"; Slide Show
FSK
ohne Altersbeschränkung
Preis
ca. 15 Euro

Bewertung

Bild
Ton
Extras
Gesamt
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Die zweite große Liebe

Nach den bandinternen Spannungen, die die Aufnahmen und die nachfolgende Tournee zum Studioalbum "Stormbringer" begleiteten, trennte sich Gitarrist Ritchie Blackmore 1975 von Deep Purple. Erst 1984 sollte er sich für mit "Perfect Strangers" wieder den Hardrock-Legenden anschließen und zumindest für weitere neun Jahre erneut zu Verfügung stehen. Danach jedoch wandte Blackmore sich noch einmal seiner zweiten großen musikalischen Liebe zu: Rainbow. Mit jener, nach seinem erstem Ausstieg bei Deep Purple gegründeten Truppe bündelte der heute 68-Jährige seine Kreativität in zahlreichen großen Alben, wie dem legendären Debüt "Ritchie Blackmore's Rainbow" (1975) und dem Klassiker schlechthin, "Long Live Rock 'n' Roll" (1978). Letzteres war im Oktober 1977, als Rainbow in der Münchner Olympiahalle aufspielten, noch gar nicht erschienen. Doch das darauf enthaltene, unbeirrt nach vorn rockende, "Kill The King" hatte sich schon mehrmals als der ideale Live-Opener bewährt und brachte auch in München das Publikum ohne Umschweife in Wallung, wie die DVD "Live In Munich 1977" eindrucksvoll zeigt.

Unter den zahlreichen Besetzungswechseln, die Blackmore in Rainbows Karriere durchführte, zählte die Aufstellung von 1977 mit Ronnie James Dio (Gesang), Cozy Powell (Schlagzeug), David Stone (Keyboards) und Bob Daisley (Bass) sicherlich zum besten Line-up der Frühphase. Gerade Powells druckvolles Spiel und Dios hymnisches Organ bildeten den Teppich für Blackmores ausgefeilte Soli und ausufernde Improvisationen, die kongenial von Stones Tasten-Eskapaden und Daisleys Bass-Figuren ergänzt wurden.

Gerade die Rainbow-Klassiker erfuhren beim München-Konzert eine ausschweifende Behandlung durch Blackmores teils filigranen Gitarren-Technik-Präsentationen, ergänzt von Schlagzeug- und Keyboard-Einschüben, die sich manchmal eher am Prog- als am Hardrock orientierten. So bringt es "Catch The Rainbow" auf stolze 18 Minuten, "Still I'm Sad" auf satte 27 und "Man On The Silver Mountain" auf immerhin 16 Minuten. Dank der grandiosen Band-Chemie und dem zweifellos erhabenen Songmaterial vergehen aber auch die längeren Passagen wie im Flug, ehe im großen Finale Ritchie Blackmores Gitarren-Feedback hinaus in die bayerische Nacht wummert und die Einzelteile seiner umfassend zerlegten E-Gitarre in das restlos bediente Publikum gefeuert werden.

Im Gegensatz zur bereits 2006 erschienenen DVD-Erstauflage, wurde das optisch durchschnittliche Filmmaterial nochmals verbessert und der etwas matschige Ton um einiges aufgewertet. Zudem sind nun als Extras diverse Promo-Videos, Interviews und das Feature: "Rainbow Over Texas 1976" enthalten. Außerdem dürfte besonders Kennern die 40-minütige Slide Show des Konzerts mit umfassenden und sehr interessanten Audiokommentaren positiv auffallen.

Constantin Aravanlis
teleschau | der mediendienst

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