Freundeskreis

Freundeskreis

www.insidesonymusic.de/Mika-Mikael

Freundeskreis Biografie

Die Quadratur des Freundeskreises ist es nicht. Er wird weder quadriert, noch dass er sich schließt oder neu gezogen wird.

Und statt vom Comeback sollte man eher über ein Revival reden. Grund zur Freude gibt es trotzdem: Genau zehn Jahre ist es jetzt her, dass Max Herre, Don Philippe und DJ Friction mit „A-N-N-A“ ihren ersten Hit hatten – um anschließend mit ihren (nicht nur politisch) revolutionären Reimen, ihrer bahnbrechenden Musik aus Hip Hop , Soul, Reggae und Jazz und dem Ideal einer echten Hip Hop-Liveband die Musiklandschaft umzuwälzen. Dass sie damit über 600.000 Albenverkaufen konnten ist bezeichnend. Das VÖ-Jubiläum wird dieses musikalisch und moralisch hoch motivierte Trio in diesem Sommer angemessen feiern.

Mit den ersten gemeinsamen Auftritten seit sieben Jahren (bei denen natürlich auch weitere FK-Allstars gastieren), dazu mit einer „Best of Freundeskreis“-CD mit zusätzlichen neuen Tracks und einer DVD-Dokumentation mit allen Videoclips, vielen Live-Mitschnitten und Interviews, die verdeutlicht, wie viel Sinn und Spaß die Musik von Freundeskreis nach wie vor macht. Eben auch für Fans wie Udo Lindenberg, Jan Delay, Sönke Wortmann, Michi Beck oder Gentleman. „Der Auslöser war die Anfrage vom Splash-Festival: Wollt ihr nicht zu unserem und eurem Zehnjährigen mal wieder live spielen?“, erzählt Max Herre. „Das hat den Stein ins Rollen gebracht. Okay, dafür brauchen wir wieder eine Band und die muss auch richtig proben… Also haben wir uns gedacht, wir spielen noch neun weitere Festivals zum zehnjährigen Bestehen. Alles andere kam erst im Nachhinein, die Best of-CD und die DVD.“

Im Vordergrund stehen deshalb die nun sogar zwölf Konzertauftritte von Freundeskreis in diesem Sommer, natürlich mit kompletter Liveband und vielen Freunden – von dem Doppeljubiläum als Headliner auf dem 10. Splash-Festival, übers Chiemsee Reggae Summer Festival bis zum Hip Hop Open in Stuttgart. Was nicht heißt, dass Freundeskreis nicht an neuem Material arbeitet.

Die Stimmung ist bestens, bei Max, Don Philippe und DJ Friction. Vor allem, wenn sie über ihre neuen Projekte und die alten Zeiten reden. Max, der Dank seiner kurzen Haare momentan noch eine gewisse Anonymität in seiner Wahlheimat Berlin genießt, ruht sich nicht auf den Erfolgen seines eigenen Nummer 1-Albums oder seiner Produktion für das aktuelle Album seiner Frau Joy Denalane aus. Intensiv kümmert er sich um seine vier Babies: Die beiden Söhne, seine Plattenfirma Nesola und sein kommendes Soloalbum. Don Philippe, der als Komponist, Gitarrist und Produzent von Laura López Castro auch bei Nesola unter Vertrag ist, arbeitet – ebenfalls in der Hauptstadt – verstärkt am zweiten Album der Sängerin und Songschreiberin. Immerhin soll es noch in diesem Sommer veröffentlicht werden. DJ Friction lebt nach wie vor in Stuttgart, tourt aber auch nach drei Soloalben noch immer die meiste Zeit als DJ durch Europa und widmet sich nebenher seinem neuen Projekt „ Motor Mouth “.

Die drei haben nicht nur über die Jahre den Kontakt gehalten, sondern sich vor allem die Freundschaft bewahrt – nicht zuletzt durch ihre außergewöhnliche musikalische Erfolgsgeschichte. „Es war schon witzig, wenn Max bei einem seiner Solo-Konzerte unsere Sachen gespielt hat“, meint DJ Friction. „Ich war beim letzten Hip Hop-Open mal auf der anderen Seite, stand ganz vorne in der ersten Reihe im Publikum. Als die Freundeskreis-Stücke kamen, dachte ich: Soll ich da jetzt auf die Bühne?“ „Auf meinen Touren habe ich ja auch immer wieder Sachen von Freundeskreis gespielt“, ergänzt Max. „Und das kam immer sehr gut an. Und hat vor allem wahnsinnigen Spaß gemacht.“ „Selbst bei den Konzerten mit Laura kommen immer wieder Leute, die Platten von Freundeskreis signiert haben wollen“, erzählt Don Philippe. „Das ist schon ein gutes Gefühl.“ Die drei spielen sich die Bälle zu, reden durcheinander über Politik und Polemik, Energiesparlampen, Erziehung und Messerstecher-Musik. Sie widersprechen sich und stimmen zu, sie planen, lachen und erinnern sich.

Vom Kolchose-Austausch mit San Francisco ist die Rede, für den Max 1994 noch mit Philippes Band „No Sé“ die ersten fünf Stücke machte. Sie reden über das erste Treffen mit DJ Friction beim Jam im Feuerwehrhaus und darüber, wie dann eigentlich sehr schnell schon „A-N-N-A“ ins Spiel kam. Kolchose-Kollegen wie Afrob, der sein erstes aufgenommenes Feature auf „Wo ich wohne“ hatte, und natürlich die Massiven Töne und Wasi, der auf „Wenn der Vorhang fällt“ zu hören ist, kommen ebenso vor wie Skills En Masse, Die Stieber Twins oder Samy Deluxe, vor allem aber die FK-Allstars Sékou, Déborah, Joy Denalane, Brooke Russell und Gentleman. Schmunzelnd zitiert Max einen handschriftlichen Ablehnungsbrief von Tim Renner, damals noch Chef von Motor Music: „Das mit der Musik klappt ja schon ganz gut, aber die Texte sind noch ein bisschen holprig.“

Die drei lachen über ihre damalige Neigung zu Verschwörungstheorien („Wir dachten, Intercord nimmt uns nur unter Vertrag, damit wir Fettes Brot nicht in die Quere kommen.“) und über ihre Weigerung, Halbplayback-Auftritte im Fernsehen zu machen. Sie schmunzeln über ihre einstweilige Verfügung gegen „The Dome“ („Leider war es zu spät: Der Sampler stand schon im Laden. Immerhin haben wir auf die Lizenzen verzichtet.“) und ihren Rechtstreit mit der „Bravo“, die Max als „Jesus von Benztown“ betitelt hatte. „Vielleicht kam ein Teil unserer Radikalität gegenüber der Industrie auch daher, dass wir wussten, dass unsere Musik eine größere Schnittmenge bedient und wir deshalb auch immer mit einem Bein im Pop standen“, meint Max. „In der Vermarktung mussten wir deshalb radikaler sein als andere. Wir haben uns noch geweigert Interviews mit der Teenie-Presse zu geben, da hatten die anderen schon ihre Starschnitte.“

Auch die angenehmen Seiten werden erinnert und besprochen, der Kontakt zu Michi Beck und schließlich der Deal mit „Four Music“, die drei denkenswerten Jahre von „Quadratur des Kreises“ über „Esperanto“ bis zum FK-Allstars Erfolg mit „En Directo“. Obwohl sie eigentlich nie Singles produziert haben, sondern die Hits erst im Nachhinein ausgesucht haben, sind sie ein wenig stolz auf ihre Erfolge. Von „Leg Dein Ohr auf die Schiene der Geschichte“ über „A-N-N-A“ bis „Wenn der Vorhang fällt“, von „Tabula Rasa“ über „Halt Dich an Deiner Liebe fest“ und „Esperanto“ bis „Mit Dir“. Auch an die legendären Clips dazu, die damals schon so Hip Hop-untypisch wie wegweisend waren, erinnern sie sich gerne. „Natürlich stehen wir noch zu den Sachen“, betont Max. „Es ist schon komisch, wenn ich mich auf manchen Stücken höre. Aber das war schon sehr bald so. Ich finde, vieles ist nach wie vor inhaltlich und von der Delivery auf einem sehr hohen Level. Damals war vielleicht einiges sogar noch durchdachter. Es ist was es ist: Ein Zeitdokument. Heute geht es eher um Output, um Schnelligkeit. Deutschsprachiger Hip Hop hat sich gewandelt. All das, was wir eher versteckt haben, all das Geld und die Frauen (er lacht), darüber definiert sich Hip Hop jetzt. Aber abgesehen davon, dass die Welt widersprüchlicher wird, wird man selbst ja auch widersprüchlicher.

Man hat mit 23 eben eine ganz andere Sicht auf die Dinge, als mit 33. Damals habe ich nicht so ein Problem mit diesem klaren Schwarz/Weiß-Denken gehabt oder damit, ein ziemlich radikales Statement zu machen. Weil ich das leben konnte. Beziehungsweise: Weil ich es nicht nicht leben konnte. Mich interessieren die Widersprüchlichkeiten in denen wir uns bewegen. Trotzdem glaube ich, dass es für Freundeskreis wichtig war, inhaltlich einen optimistischen Standpunkt zum Ausdruck zu bringen, eben „Das Prinzip Hoffnung“. Viele Leute gehen grundsätzlich in Opposition, wenn sie politisch schreiben. Man weiß schließlich, was man nicht mag. Es ist eine Reaktion. Und das ist etwas, was mich für mich nicht so interessiert.“ Er zögert einen Moment. „Das will ich nicht machen. Das kann ich nicht machen. Vielleicht können das andere.“ Was Freundeskreis gemacht haben und wofür sie musikalisch und menschlich immer noch stehen, gehört einwandfrei zum Besten, was in Deutschland je erfolgreich zu hören war. Kulturell schließt sich also ein Kreis, vielleicht wird er sogar quadriert. Zehn Jahre Freundeskreis müssen gefeiert werden, mindestens einen Sommer lang. (Sony 2007)

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3 Personen sind Fan von Freundeskreis

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BecciBEDROMANCE
BecciBEDROMANCE

Es ist sowas von geil. Ich habe das Lied mal von Mike, einem Kumpel bekommen. Immer wenn ich dieses Lied höre, muss ich an ihm denken.

Mon, 22 Sep 2008 14:13:46 GMT
legalillegal
legalillegal

lieb diesesn song
triffts aufn punkt genau

Tue, 09 Oct 2007 19:39:18 GMT

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desi

ich liebe es <3..
man kann gut abschalten und zurück lehnen bei diesem lied;)

Sun, 21 Sep 2008 20:31:04 GMT
schokofreak
schokofreak

des is doch ursprünglich vun "wir sind helden" ..

des is doof .. vorallem weils die verse noch ned mal in der richtigen reihenfolge sin

naja .. s lied is trotzdem cool :)

Fri, 05 May 2006 16:00:50 GMT

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0oAnna0o
0oAnna0o

also ich heiße selbs A-N-N-A und...mein freund heißt max....passt also wie die faust auf auge das lied gibts glaub ich schon ziemlich lange,aber ...ich habs erst jetzt richtig für mich entdeckt und muss sagen,dass es mir ziemlich gut gefällt :yes

Sat, 26 May 2007 14:30:25 GMT
Sue91
Sue91

Ich find den Song so wunderschön Muss immer an nen guten Freund denken wenn ich das höre :)

Thu, 01 Feb 2007 20:36:53 GMT

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