Keith Moon

Keith Moon

Iburiedpaul | CC BY 2.0

Keith Moon Biografie

Er war sicherlich kein besonders technisch versierter Schlagzeuger, und dennoch wurde Keith Moon immer zu den ganz großen seines Fachs gezählt. Er war ein Trunkenbold, sein Verhalten bewegte sich immer nah am Rand zur Psychose - und manchmal darüber hinaus. Dies machte ihn zu einer Legende, und vermutlich hat es seitdem keinen ähnlich charismatischen Schlagzeuger gegeben wie ihn.

Als Mitglied der Rockgruppe The Who prägte er ihr leicht verschrobenes seltsames Image, in vielen Fällen verhielt er sich sogar wie ein völlig Wahnsinniger. Wenn Gitarrist Pete Townshend seine Gitarre zerschlug, zerstörte Moon sein ganzes Schlagzeug. Als die Band anfing, in den 1970ern zunehmend in einen Strudel aus Alkohol und Drogen zu geraten, nahm er mehr an verbotenen Substanzen als jeder andere in der Band.

Dies änderte jedoch nichts an seinen schlagzeugerischen Fähigkeiten. Anstatt schlicht den Rhythmus vorzugeben, prügelte er wie ein Verrückter auf seinem Set ein, baute völlig unorthodoxe Figuren in sein Spiel ein, und sorgte dadurch für ein zu dem Zeitpunkt noch nie gehörtes Feuerwerk am Schlagzeug.

Im Laufe der Jahre, spätestens aber seit Mitte der 70er, begann sein Alkoholkonsum völlig neue Ausmaße anzunehmen. Je weniger er mit seinen Bandkollegen auf Tournee war, desto mehr war er auf sich allein gestellt. Zwar nahm er mit einigen Freunden ein Soloalbum auf, welches weniger aus musikalischen Gründen interessant sein dürfte als Zeitdokument, welches die Exzesse der 70er perfekt dokumentiert. Danach zog er sich jedoch für einige Jahre nach Kalifornien zurück, und dort erwies er sich als unfähig, den dortigen Versuchungen in Form von Kokain und Alkohol zu widerstehen. Als er 1978 mit den anderen Who-Mitgliedern ein weiteres Album aufnahm, war er übergewichtig und krank, legte jedoch trotzdem eine passable Leistung am Schlagzeug hin.

Schließlich beendete eine Ironie des Schicksals sein ereignisreiches Leben: als er versuchte, mit Hilfe von Medikamenten von seiner selbstzerstörerischen Alkoholsucht loszukommen, nahm er versehentlich eine Überdosis dieser Mittel und verstarb. Ein Opfer seiner eigenen Dämonen, bleibt er nichtsdestotrotz ein Symbol für den Rock'n'Roll-Lebensstil, und in seiner Unkontrolliertheit und Verrücktheit, seinem Balanceakt zwischen Genie und Wahnsinn, bis heute unerreicht.

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