Herbie Hancock

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Jason Hickey | CC BY 2.0
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Herbie Hancock Biografie

Der Jazz-Pianist und Komponist Herbie Hancock wurde als Herbert Jeffrey Hancock am 12. April 1940 in Chicago geboren. Bei seiner Musik handelt es sich um eine Mischung aus Rock und Soul bis zur Aufnahme von Elementen des freien Jazz, womit er seinem Ursprung als einer der jungen Soul-Jazz-Wilden um Miles Davis treu bleibt.

Hancock entdeckte seine Begeisterung für das Klavier mit sieben Jahren. Hier bekam er seinen ersten klassischen Unterricht am Klavier. Sein Talent wurde schnell entdeckt.

Der Jazz kam zum jungen Hancock nicht durch einen Lehrer, sondern durch Platten. Hancock hat sich den Jazz und seine eigenen Harmonien durch das Hören von Platten von Oscar Peterson und George Shearing im Eigenstudium erschlossen. Als einen seiner größten Einflüsse gibt er außerdem die Hi-Lo's an. Später entdeckte er Miles Davis, John Coltrane und auch Lee Morgan für sich.

Nachdem er zwei Jahre Elektrotechnik am Grinnell College in Iowa studiert hatte, wechselte er zum Musikstudium. Obwohl er ein hervorragender Schüler war – in der Schulzeit hatte er zwei Klassen überspringen dürfen -, verließ er das College 1961, ein Jahr vor seinem Abschluss. 72 sollte er allerdings von seinem ehemaligen College einen Ehrendoktor verliehen bekommen. Er zog zurück nach Chicago und begann mit Donald Byrd und Coleman Hawkins zu arbeiten. Hancock gelang schnell zu einem hervorragenden Ruf und Miles Davis wurde durch sein Soloalbum „Takin' off“ 1962 auf ihn aufmerksam. Davis stellte zu dieser Zeit eine Band zusammen und sein Drummer Tony Williams stellte ihm Hancock vor.

In der Zeit in Miles Davis „Zweiten Quintett“ entwickelte Hancock sich musikalisch immer weiter und fand seinen eigenen Klang. In der Flexibilität gepaart mit den vielen innovativen Ideen der Musiker konnte jeder von ihnen experimentieren und Anregungen finden. Hancock entdeckte ungewöhnliche Accordfolgen, größere Kompositionen, neue Harmonien und durch Davis den Zugang zur elektronischen Musik. In den sechziger Jahren komponierte er außerdem seinen ersten Soundtrack zu den Film „Blow up“ - eine Tätigkeit, der er in seiner Karriere wiederholt nachgehen würde.

1968 verließ er Davis Band und gründete ein eigenes Sextet. Er sollte auf Soloalben von Davis immer wieder denkwürdige Gastauftritte haben. Er verließ 1969 außerdem sein Plattenlabel Blue Note und wechselte zu Warner Bros. Auf seinen Soloalben folgte er in den siebziger Jahren vor allen Dingen den Strömungen und Möglichkeiten der elektronischen Musik.

Nach enttäuschenden Verkaufen wandte er sich nach drei Alben verstärkt der 'Funkigeren' Musik zu und gründete die Band „Headhunter“. In den späten Siebzigern und frühen Achtzigern tourte er mit der V.S.O.P. - einem Quintett mit den Musikern rund um Davis. Davis selber wurde ersetzt von Freddie Hubbard. Bei einem Debütalbum in den Neunzigern nach Davis Tod spielte er außerdem mit.

Seine Neunziger waren geprägt von musikalischen Kollaborationen. Eine der erfolgreichsten Zusammenarbeiten folgte im neuen Jahrtausend mit Michael Brecker und Roy Hargrove. Populär machte ihn auch das Album „Possibilities“ 2005 mit Künstlern wie Sting, John Mayer, Annie Lennox oder Carlos Santana. Auch sein Tribut an Joni Mitchell mit dem Album „River: The Joni Letters“ von 2007 brachte ihm den Grammy für das Album des Jahres 2008 ein.

Einem wirklichen kommerziellen Erfolg von Hancock stand oft die Neuartigkeit seiner Musik im Weg. Seine Innovationen lassen sich bis heute schlecht in eine musikalische Schublade stecken und laufen oft den Hörgewohnheiten des Zuhörers entgegen. Interessant ist jedoch, dass seine Ideen von anderen Musikern aufgegriffen werden.

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