BOY

BOY

Grönland.com/Debora Mittelstaedt
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BOY Biografie

Mit ihrem zweiten Album WE WERE HERE melden sich die beiden Musikerinnen nach langer Zeit des Wartens endlich zurück, um mit ihren Songs bunte Funken zu versprühen. Und schon ist man da, eingetaucht in ihr nächtliches Lichtermeer, lässt sich mitreißen von ihrer Neugierde, ihrer Lebenslust, ihrer Melancholie und doch bleibt der Boden unter den Füßen immer irgendwie tastbar. Man will alles aufspüren, entdecken - Luft holen wäre Zeitverschwendung.

Der Albumtitel, wie auch der gleichnamige Song WE WERE HERE ist eine Hymne an die Unvergänglichkeit wertvoller Momente und zwischenmenschlicher Begegnungen. Auch das Duo selbst kann auf viel Unvergessliches aus den letzten Jahren zurückblicken.

Ihr Debütalbum MUTUAL FRIENDS zog 2011 direkt in die Top 10 der deutschen Verkaufscharts ein, hielt sich fast 40 Wochen in den Top 100 und ging Gold. »Little Numbers« bleibt ein charmanter Ohrwurm, der sich festgesetzt hat. Über 14 Millionen Mal wurde das Stück allein auf youtube angeklickt. BOY spielten zwei bis auf den letzten Stehplatz ausverkaufte Touren durch Deutschland und die Schweiz, inklusive Zusatzshows und Festivalauftritten. Es folgten Konzerte auf der ganzen Welt, die Musik der beiden bahnte sich ihren Weg von den großen Metropolen bis in die entlegensten Winkel. In Japan und Dänemark landeten sie sogar für einen Zwischenstopp auf dem ersten Platz der Airplay-Charts, um gleich darauf auf eine Tour durch 13 Städte in den USA und Kanada abzuheben. Nach einer dort komplett ausverkauften Akustik-Tournee im März 2013, kehrte die Band dann am Ende des gleichen Jahres in voller Besetzung für einen weiteren Konzertmonat nach Nordamerika zurück.

Ihre Bescheidenheit haben sie sich bewahrt. Und doch ist da eine gewachsene Weltgewandtheit, die man in ihrer Musik spürt. Für ihr neues Album WE WERE HERE haben sich die beiden Musikerinnen, Valeska Steiner und Sonja Glass, fast zwei Jahre Zeit genommen, um dem Echo der Erfahrungen und Geschichten zu lauschen, die in ihnen widerhallten. Der Prozess des Songschreibens und Aufnehmens ist gleich geblieben. Auch für ihr zweites Album schreibt Valeska Texte und Melodien zu musikalischen Ideen, die Sonja bei sich zuhause entwickelt und aufnimmt. Und dann beginnt eine lange "Forschungsarbeit", wie die beiden es nennen. Wie bei ihrem ersten Album haben BOY auch diesmal eng mit Philipp Steinke, ihrem Produzenten, zusammengearbeitet, der ihre Detailverliebtheit kennt und teilt, und der ihr Bedürfnis nach Weiterentwicklung zu fördern weiß. "Wir wollten mit diesem Album einen Schritt weiter gehen, ohne uns von dem zu entfernen, was uns ausmacht." 

Und die Ausdauer und große Sorgfalt haben sich gelohnt. Der Sound des zweiten Albums klingt gewachsen. Das Licht hat sich eben ein wenig verändert. War MUTUAL FRIENDS vielleicht eher ein Album für den Tag, so präsentiert sich WE WERE HERE in nächtlich leuchtendem Gewand. BOY haben ihre Symbiose aus organischen, akustischen Elementen und Synthie-Sounds weiterentwickelt, die Songs sind ein dichtes und doch luftiges Geflecht aus den Geschichten und Erfahrungen der beiden Musikerinnen. Tiefgehende Harmonien und Arrangements werden von direkten und berührenden Texten komplettiert. Die Songs sind durchwoben von Wärme, Empathie und der Möglichkeit, sich in den Geschichten wiederzufinden. 

Wie bereits in ihrem Debütalbum spürt man auch hier diese Empfindsamkeit - sei es im pulsierenden FEAR, in dem sich Angst als ungebetener Gast in eine Beziehung schleicht, dem herbstlich melancholischen FLAMES, dessen Text ungewöhnlicherweise aus Sonjas Feder stammt, oder die fein gewobenen Geschichten des introvertierten INTO THE WILD und des wehmütigen, aber doch optimistischen RIVERS OR OCEANS, welche den inneren Aufruhr beschreiben, der schwierigen Entscheidungen vorangeht. 

HIT MY HEART (auf dem Phoenix-Schlagzeuger Thomas Hedlund vertreten ist, der schon die Drums zu einigen Songs auf "Mutual Friends" beisteuerte) ist ein selbstironischer Seitenhieb an die gegenwärtige Selfie-Kultur und den Social-Networking-Zwang - da wird eine Welt besungen "all covered in exclamation marks",  in der man sich aber eigentlich nach Nähe sehnt: "a wave of heat that hits the heart".  HOTEL erzählt einfühlsam von der geheimnisvollen Einsamkeit Reisender, ohne dabei in on the road-Klischees abzurutschen. Die leichte Melancholie wird aufgefangen von NO SLEEP FOR THE DREAMER, das von einem möglicherweise lebensveränderndem Zusammentreffen erzählt, und der Aufregung, die Ungewissheit in einem hervorrufen kann.

Und dann gibt es noch NEW YORK, ein Song über die Wiederentdeckung der Wunder im vermeintlich Altbekannten. „Anywhere with you could be New York“. Der Song ist eine berührende Veranschaulichung der engen Freundschaft zwischen Valeska und Sonja. Die beiden teilen Neugier und Lebenslust, und trotz all ihrer großen Abenteuer sind sie nach wie vor mit den Dingen verbunden, die uns alle beschäftigen und die sie seit jeher inspirieren. Dingen, die sie so treffend beschreiben und in Musik umwandeln. 

WE WERE HERE ist eine Ansammlung von Songs, die von persönlichen und doch universellen Momenten im Leben erzählen. "We were here / we were here / we were really here" singen BOY, und alles fängt an zu funkeln. (Grönland)


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BOY Hotel

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BOY We Were Here

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BOY We Were Here

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Kein Casting, keine Planung. Valeska Steiner (rechts) und Sonja Glass alias Boy fanden sich bei einem Workshop in der Musikhochschule. Aber erst Ausdauer und Geduld brachte die zwei wirklich zusammen.

BOY Einmal bescheiden um die Welt

BOY sind Lichtjahre entfernt von einfacher Mädchen-Musik. Doch die Zürcherin Valeska Steiner (Text und Gesang) und die Hamburgerin Sonja Glass (Instrumentals und Gesang) sind zu bescheiden...

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Qmn