Alicia Keys - Girl on Fire
erhältlich ab
23.11.2012
Genre
  • Rock/Pop
  • R'n'B/Pop
Label
J Records - Sony Music International
Vertrieb
Sony Music
Laufzeit
00:53:08
Redaktion
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Keine Floskeln mehr

Man kennt sie. Die ewig gleichen Musiker-Aussagen. Ein neues Album ist immer das persönlichste, das ehrlichste, das beste, das der Künstler je veröffentlicht hat. Es ist mindestens ein Neustart, besser noch eine Selbstfindung, oder gleich die Musik, die man schon immer machen wollte. "Ich habe den Weg gefunden, ganz ich selbst zu sein, habe herausgefunden, was ich machen wollte", erklärte auch Alicia Keys. Wohlgemerkt: Das sind Äußerungen, die die R'n'B-Musikerin zu "The Element Of Freedom" (2009) machte. Zuvor hatte sie sich - dem Titel nach - bereits "als ganz sie selbst präsentiert", auf "As I Am" (2007). Was soll man also von all den erneuten Befreiungs- und Selbstermächtigungsfloskeln halten, die Keys nun anlässlich ihres neuen Albums "Girl On Fire" von sich gibt? Nun, man sollte sie tatsächlich ernst nehmen.

Denn auch wenn es nach einer Frauenzeitschrift-Wahrheit klingt: Die langen Haare sind ab, die neue Kurzhaarfrisur macht den neuen (musikalischen) Lebensabschnitt auch optisch deutlich. Keys befreit sich tatsächlich von überflüssigem Ballast - oder besser: von einschränkenden Vorgaben. Natürlich wollte sie, konnte sie irgendwann nicht mehr die junge Frau geben, die mit großer Lockenpracht, größtmöglichen Piano-Linien und großartiger Stimme mal intime, mal pathetische Hymnen singt - auch wenn ihr Debüt "Songs In A Minor" (2001) bis heute ihr erfolgreichstes Album ist. Die Versuche, sie zur R'n'B- und Pop-Allrounderin umzustylen, standen ihr bisher nur mäßig gut zu Gesicht. Vor allem weil die Songs teilweise - dank der Hochglanz-Arrangements einiger Produzenten - zu glattgebügelt daherkamen.

Auf "Girl On Fire" entscheidet Keys nun hörbar selbst über ihren Look. Sie wirft sich zwar immer noch in den verschiedene musikalischen Posen. Der Unterschied zu früher: Endlich setzt sie ihre Songs jeweils passgenau in Szene, rückt an den richtigen Stellen ihre musikalischen Partner ins Bild. Die selbstbewusste Pop-Hymne "Girl On Fire" bekommt durch den Gastauftritt von Paradiesvogel und Pöbelrapperin Nicki Minaj genau die richtige Portion Farbigkeit, der Neo-Soul von "Fire We Make" klingt durch das Falsett von Maxwell nach kuscheligen Samtlaken im Schlafzimmer. Aus einer modernen Synthie-R'n'B-Nummer wie "When It's All Over" hingegen holt Jamie Smith (The XX) als Co-Produzent den maximal möglichen Kontrast zu Mainstream-Songs ähnlicher Bauart heraus. Bei der wunderschönen, intimen Piano-Ballade "Not Even The King" stand Keys beim Songwriting Soul-Shootingstar Emeli Sandé zur Seite.

So entsteht, trotz einiger abgegriffener textlicher Bilder, ein vielseitiges, aber auch ge- und entschlossen wirkendes Portrait des R'n'B'-Superstars. Hat man alles schon gesehen und gehört? Nein, diese Alicia Keys kannte man bislang nicht.

Stefan Weber
teleschau | der mediendienst

Tracklist

Disc
Titel Unsere Songtexte
Girl on Fire (Bluelight version) Girl on Fire (Bluelight version)
Girl On Fire Girl On Fire
Disc 1
Titel Unsere Songtexte
1 De Novo Adagio (intro) De Novo Adagio (intro)
2 Brand New Me Brand New Me (Übersetzung)
Brand New Me
3 When It's All Over When It's All Over
4 Listen to Your Heart Listen to Your Heart
5 New Day New Day
6 Girl on Fire (Inferno version) Girl on Fire (Inferno version)
7 Fire We Make Fire We Make
8 Tears Always Win Tears Always Win
9 Not Even the King Not Even the King
10 That's When I Knew That's When I Knew
11 Limitedless Limitedless
12 One Thing One Thing
13 101 101

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