Beck - Morning Phase
erhältlich ab
28.02.2014
Genre
  • Rock/Pop
  • Folk-Rock/Pop
Label
Caroline
Vertrieb
Universal
Laufzeit
00:46:55
Redaktion
Eure Bewertung

Wieder erwacht

An eine Sache hat man sich bei Beck Hansen schon gewöhnt: Was er als Nächstes macht, ist stets eine große Überraschung. Während seiner 20 Jahre währenden Karriere, die 1993 mit dem kauzigen Song "Loser" begann, probierte sich der amerikanische Musiker in den unterschiedlichsten Genres aus, gab sich mal funky und tanzbar, dann nachdenklich und schwermütig. Zuletzt brachte er nicht etwa ein Album, sondern mit "Song Reader" ein Notenheft heraus, dessen bis dato unveröffentlichte Songs die Fans selbst spielen sollten. Mit "Morning Phase", seinem ersten "richtigen" Album seit fünf Jahren, lässt Beck nun den Sound seines von Liebeskummer geprägten Meisterwerks "Sea Change" (2002) wieder aufleben.

Akustische Gitarren treffen hier auf holzige Banjos, sanfte Streicher sowie vorsichtige Bläser. "Turn Away" erinnert an Simon & Garfunkel, das verspielte "Blue Moon" kann man ohne schlechtes Gewissen als kleines Meisterwerk bezeichnen. Und "Morning" klingt wie eine Neuauflage des "Sea Change"-Stücks "The Golden Age". Kein Wunder, schließlich ist "Morning Phase" mit den gleichen Musikern entstanden, die Beck auch damals zur Seite standen. Für die Arrangements der Streicher und Bläser war wie damals sein Vater David Campbell verantwortlich. Heraus kamen 13 Songs, die eine melancholische, aber ganz wunderbare Stimmung versprühen.

Genau das war Becks erklärtes Ziel. Inspiriert von US-Folk(-Rock-)Künstlern wie The Byrds, Crosby, Stills & Nash, Gram Parsons und Neil Young - Beck bezeichnet "Morning Phase" nicht umsonst als "California Music" - sollten die Songs die Stimmung während der ersten Stunden des Tages einfangen. "Da ist dieses Gefühl von Aufruhr und Ungewissheit nach einer langen, dunklen Nacht", beschreibt er. "In diesen Songs geht es darum das durchzustehen - und wie die Dinge besser werden." Tatsächlich gelingt es Beck hervorragend diese Stimmung einzufangen. "Morning Phase" klingt traurig, aber gleichzeitig hoffnungsvoll, verschlafen, aber auch bereit für das nächste Abenteuer. Und wenngleich es an die Größe von "Sea Change" vielleicht nicht ganz heran kommt, ist Beck ein wahrlich anmutiges Album gelungen.

Nadine Lischick
teleschau | der mediendienst

Tracklist

Disc
Titel Unsere Songtexte
Heart Is a Drum

0 Kommentare

Wenn du dich anmeldest brauchst du deinen Namen nicht bei jedem Kommentar anzugeben.

Qmn