Chris de Burgh - Home
erhältlich ab
12.10.2012
Genre
  • Rock/Pop
  • Softrock
Label
Ferryman - Starwatch Entertainment
Vertrieb
Sony Music
Laufzeit
00:43:27
Redaktion
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Gefühlige Langeweile

Wie jetzt? Chris de Burgh veröffentlicht ein Album mit Neueinspielungen seiner Hits - und dann das? Wo ist die Edelschnulze "Lady in Red", die jedem Musikinteressierten in den 80er-Jahren den Angstschweiß auf die Stirn getrieben hat (Fans von Chris würden so jemanden allerdings als Musikbanausen bezeichnen)? Wo ist das energetische "Don't Pay the Ferryman", vielleicht sein stärkster Song, vom Album "The Getaway" - und wo seine partytauglich-pfeffrige Mitgröhl-Hymne "High On Emotion"? Oder die frühe samtig-sanfte Saga vom "Spanish Train"? Dass diese Songs fehlen, ist dann auch schon der größte Aufreger auf "Home".

Dass Fragen nach der Songauswahl kommen würden, hat der 64-Jährige wohl geahnt: "Ich habe bewusst auf manchen berühmten Song verzichtet, um den einen oder anderen Brillanten, den manche Menschen bisher nicht so wahrgenommen haben, stärker strahlen zu lassen", erklärte de Burgh vorab. Bleibt die Frage, ob der wackere Liedermacher damit auch nur einen hinter dem herbstlichen Ofen hervorlocken kann. Und die Fans? Die werden die Songs ohnehin kennen: vom recht flotten Moll-Opener "Waiting For The Hurricane" (wobei, es geht hier um Chris de Burgh, der "Sturm" ist eher ein mildes Lüftchen) über den wohl spannendsten Song "Sailor" mit cooler Bassfigur bis zum Rausschmeißer, oder besser: Entschlummerer "Goodnight". Die größte Enttäuschung für alle Neugierigen: Nach der "Hurricane-"Ouvertüre wabert es im Softrock-Stil vor sich hin, keine einzige schnelle Nummer folgt mehr.

Neu an der 14-teiligen Song-Kompilation: Auf "Home" spielt de Burgh sozusagen unplugged, man hört feinfühlig reduzierte Arrangements mit viel Klavier, Keyboard und akustischer Gitarre, einen Bass und ab und an eine Trompete. Und die Musiker sind ohne Fehl und Tadel, eh klar. Die Stimme de Burghs ist gut in Schuss, also immer mit diesem weinerlichen Zittern und einem Falsett, die Fans zum Schwelgen und alle anderen zum Stöhnen bringen. 14 Songs also voller Gefühl und Gelassenheit. Oder für die "Musikbanausen": voller Kitsch und Langeweile.

Karl Brand
teleschau | der mediendienst

Tracklist

Disc 1
Titel Unsere Songtexte
1 Waiting For The Hurricane Waiting For The Hurricane
2 Tender Hands Tender Hands
3 Fatal Hesitation Fatal Hesitation (Übersetzung)
Fatal Hesitation
4 Love & Time
5 Sailor Sailor
6 Living on the Island Living on the Island
7 It's Such a Long Way Home It's Such a Long Way Home
8 Where We Will Be Going Where We Will Be Going
9 Forevermore Forevermore
Forevermore (Übersetzung)
10 Fire On Water Fire On Water
11 Suddenly Love Suddenly Love
Suddenly Love (Übersetzung)
12 I Will I Will
13 I'm Not Scared Anymore I'm Not Scared Anymore
14 Goodnight Goodnight

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