Johannes Oerding - Alles brennt
erhältlich ab
30.01.2015
Genre
  • Rock/Pop
  • Singer/Songwriter
Label
Columbia
Vertrieb
Sony
Laufzeit
00:46:36
Redaktion
Eure Bewertung

Viele Schnörkel

Sein letztes Album "Für immer ab jetzt" stieg 2013 auf Platz vier der Charts ein, im gleichen Jahr belegte er Platz zwei bei Stefan Raabs Bundesvision Song Contest und gab zahlreiche Konzerte. Und auch wenn Johannes Oerding mit seinen Erfolgen immer noch in Schatten seiner Lebensgefährtin, Multitalent Ina Müller, steht: Bislang ging es für den deutschsprachigen Liedermacher aus Hamburg steil nach oben. Und damit soll längst noch nicht Schluss sein, daran lässt sein neues Album "Alles brennt" keinen Zweifel.

Gleich im Titelsong berichtet der 33-Jährige, dass er eben durch die Wand geht, wenn es keine Tür gibt. Wirklich? Oerding macht Pop, Mitwipp-Pop. Das ist in Ordnung, findet sicher zahlreiche Anhänger, ist aber musikalisch nicht unbedingt spannend. Lala-Musik mit abgerundeten Ecken, das passt zu diesem verträumten Typ, der doch einigermaßen harmlos wirkt. Aber er hat hohe Ansprüche.

Er schwingt sich in seinen Lebensratgeber-Songs ("Wenn du lebst") und auch sonst zu großen Reden auf. Das steht nicht jedem. Denn das sollte glaubwürdig sein. Oerdings zierlich zimperliche Romantikklänge stehen jedoch eher im Gegensatz zu seinen hochtrabenden Texten, die der Musiker mittlerweile immer zuerst schreibt.

Entspannte Songs, kleine Geschichten - wie er sie bei "Nie wieder Alkohol" einfach mal geradeheraus erzählt - findet man zu selten auf "Alles brennt". Oft wirken die Lieder kompliziert, die Texte verschnörkelter ("Nehmt mich sohooo oder gar nicht") als es nottut. Aber eines hat Johannes Oerding sicher gemeistert, den schönsten Zugabesong: Mit "Ich will noch nicht nach Hause" ist ihm die Zuneigung seiner Fans auf der bevorstehenden, wieder etwas ausgedehnteren Tour sicher.

Claudia Nitsche
teleschau | der mediendienst

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