Lindsey Stirling - Lindsey Stirling
erhältlich ab
08.02.2013
Genre
  • Rock/Pop
  • Klassik/Dancefloor-Pop
Label
Starwatch - UDP
Vertrieb
Universal
Laufzeit
00:45:16
Redaktion
Eure Bewertung
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Leicht durchschaubar

Schon köstlich, was sich die Plattenfirmen teilweise einfallen lassen. In diesem Fall heißt es über die Musik der Geigerin Lindsey Stirling, sie bestehe aus "transzendentalen Kompositionen". Was für ein großes Wort! Überhaupt übertrieben, dass mal wieder die gute alte Klassik herhalten muss, nur weil die 26-jährige US-Amerikanerin aus Gilbert in Arizona tatsächlich in Dur und Moll fidelt. Und was macht die Dame nun auf ihrem Album "Lindsey Stirling"?

Nun, sie bemüht sehr leicht durchschaubare Rhythmen und Harmonien und setzt ihre mehr oder minder hurtigen Melodien darüber. So eine Art David Garrett auf dem Dancefloor. Die Arrangements sind ebenso harmlos wie eintönig. Wummernde Zweiviertel-Bässe, ein wenig Elektro-Schnickschnack (aber in Maßen, man will ja niemanden verschrecken) sowie Läufe und melodische Pattern, die maximal als naiv sympathisch gelten dürfen in ihrer Retro-Ratlosigkeit. Selbst ein drittklassiger italienischer Barock-Komponist würde, falls er heute leben würde, sofort wieder sanft entschlummern.

Aber wen will man damit erreichen? Vielleicht junge Menschen, die das Geigenüben satt haben und beim musikalischen Anspruch auf Sparflamme kochen. Oder jenen Typus, der mit harten Beats und Techno-Tempo nichts anfangen kann, aber dennoch am Puls der Zeit sein will. Wie früher Modern-Talking-Fans, die sich ja auch als modern empfanden. Irgendwie. Immerhin darf sich Lindsey rühmen, auf YouTube über eine Million Abonnenten zu haben und 180 Millionen Menschen zu zählen, die jemals auf eines ihrer Videos geklickt haben. Ist anscheinend was dran an dieser Musik. Vielleicht, weil sie so wahnsinnig gefällig ist, dass es anscheinend nicht jedem schon wieder wehtut. Einen der Songs hervorheben, einen, der sich abhebt? Unmöglich. Die Synthie-Suppe, lauwarm und auf Mindestmaß gewürzt, und Lindseys mangelnde Virtuosität lassen keine Geschmacksunterschiede zu.

Karl Brand
teleschau | der mediendienst

Tracklist

Disc 1
Titel Unsere Songtexte
1 Electric Daisy Violin
2 Zi-Zi’s Journey
3 Crystallize Crystallize
4 Song of the Caged Bird
5 Moon Trance
6 Minimal Beat
7 Transcendence
8 Elements
9 Shadows
10 Spontaneous Me
11 Anti Gravity
12 Stars Align

2 Kommentare

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27. Oktober, 10:29 Uhr
von Sparksfly

Musikkritiker sind immer gleich-kommt mal jemand Neues der was abwechslungsreiches macht, und zack wird man zerrissen. Mal zur Info-sie hat über 5 Millionen Abonnenten, mehr als 750 Millionen mal wurden die Videos angeschaut und in Deutschland mit diesem Album Platin erreicht in knapp einem Jahr-scheint doch nicht so schlecht zu sein wie es hier gesagt wird

MySecret
21. Januar, 22:54 Uhr
von MySecret

Hallo,

ich muss ehrlich sagen, ich kaufe nicht viel Musik. Wieso auch, schließlich gibt es ja Youtube, von wo man ja auch alles kostenlos bekommen kann. Aber dieses Album, diese Musiktitel vermitteln Emotionen, Erfahrungen und motivieren zum tanzen.

Wer auch noch ein bisschen dazu gewillt ist, neue Musik auszuprobieren, sollte sich Videos wie Crystallize, Elements oder auch eines der Videos zu Videospielmusik anschauen bzw. -hören.

Qmn