Stone Sour - House of Gold and Bones
erhältlich ab
19.10.2012
Genre
  • Hard&Heavy
  • Alternative-Metal
Label
Roadrunner
Vertrieb
Warner
Laufzeit
00:43:16
Redaktion
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Geht aufs Ganze

In der Film-Branche gibt es den Ausdruck "back to back", der nichts weiter bedeutet, als dass zwei - oder mehrere - Filme gleichzeitig gedreht werden, um Kosten und Zeit zu sparen. Das bekannteste Beispiel dürfte sicherlich die "Herr der Ringe"-Trilogie darstellen. Diesem Trend folgend grassiert in der Musik derzeit ein ähnliches Phänomen: Nachdem die Progressive-Rocker Coheed & Cambria, die Pop-Punker Green Day und das Doomcore-Ungetüm Down in den kommenden Monaten weitere Teile ihrer Konzept-Alben/EPs veröffentlichen werden, bringen auch die Alternative-Metaller Stone Sour den ersten Teil einer auf zwei Alben ausgeweiteten Geschichte heraus. "House Of Gold And Bones Part 1" erzählt den Selbstfindungsweg eines jungen Mannes, der nicht weiß, ob er in die Welt der Erwachsenen übertreten oder lieber doch nicht alt werden möchte. Aber lohnt sich das Warten auf "Part 2", das erst Anfang 2013 herauskommen soll? Oder haben Stone Sour bereits mit dem ersten Teil ihr Pulver verschossen?

Das Album beginnt mit dem Doppelschlag "Gone Souvereign" und "Absolute Zero" äußerst fulminant und setzt gleich den Energie-Level-Maßstab für die nächsten 40 Minuten nach oben. Stärker haben Stone Sour noch keines ihrer insgesamt vier Alben beginnen lassen. Sänger Corey Taylor (Slipknot) steigert sich in einen wahren Rausch und pendelt zwischen aggressiven Shouts und sanftem Clean-Gesang hin und her. Das Gitarrenduo Josh Rand und James Root (Slipknot) liefern sich viele Soli-Duelle, spielen sich die Licks nur so zu, drücken aber in den richtigen Momenten immer wieder auf die Bremse, um "House Of Gold And Bones Part 1" nicht unnötig übertrieben zu gestalten.

Kurze Verschnaufpausen gibt es mit den fast schon obligatorischen Akustik-Songs "The Travellers Part 1" und "Taciturn" und der, von harmonischen Gitarren-Leads und Symphonie-Tupfern begleiteten, Power-Rock-Ballade "Tired": Beim dem Schlüssellied des Albums sollten auch letzte Zweifler verstanden haben, dass Stone Sour keine Ausweich-Band für verworfene Slipknot-Ideen sind, sondern musikalisch die weitaus besseren Songs haben.

Mit der Platte haben sich Stone Sour eigentlich keinen großen Gefallen getan, denn "House Of Gold And Bones Part 1" ist ihr bisher bestes und ausgereiftestes Werk und schürt damit die Erwartungen für den anstehenden zweiten Teil ins Unermessliche. Scheitern oder sich ein eigenes musikalisches Denkmal setzen: Dazwischen gibt es nichts mehr.

Ben Hiltrop
teleschau | der mediendienst

Tracklist

Disc 1
Titel Unsere Songtexte
1 Gone Sovereign Gone Sovereign
2 Absolute Zero Absolute Zero (Übersetzung)
Absolute Zero
3 A Rumor of Skin A Rumor of Skin
4 The Travellers Part 1 The Travellers Part 1
5 Tired Tired (Übersetzung)
Tired
6 RU486 RU486
7 My Name Is Allen My Name Is Allen
8 Taciturn Taciturn (Übersetzung)
Taciturn
9 Influence of a Drowsy God Influence of a Drowsy God
10 The Travellers Part 2 The Travellers Part 2
11 Last of the Real Last of the Real

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