KISS: Monster-Tour-Konzert auf der Berliner Waldbühne

Mon, 17 Jun 2013 09:48:00 GMT von

Vergangene Woche statteten die amerikanischen Hardrocker von KISS im Rahmen ihrer Monster-Tour der Berliner Waldbühne einen Besuch ab. Das einzige Deutschland-Konzert bescherte wohl manchem Fan Glücksgefühle.

Am 12.06.2013 spielte KISS das einzige in Deutschland geplante Konzert ihrer Monster-Tour auf der Waldbühne in Berlin. Unsere Redaktion konnte leider selber nicht vor Ort sein, einen Bericht vom Megaereignis haben wir dennoch für euch. Kommissar Zufall spielte uns den Report einer Zuschauerin zu, die das Geschehen wunderbar eingefangen hat.

Verzögerter Einlass

Die Waldbühne ist eine sehr schöne und beeindruckende Location in der Nähe des Olympiastadions. Der Zuschauerbereich ist aufgebaut wie in einem Amphitheater, ein Halbkreis mit vielen Sitzreihen übereinander und einem Innenraum. Der Blick ist von überall gut, allerdings wird man bei einem Sitzplatz ganz oben KISS nur über die aufgebauten Bildschirme gut gesehen haben. Die Plätze sind einfach sehr weit weg von der Bühne. Einlass zum Konzert sollte um 17:00 Uhr sein, aber aufgrund von kleinen technischen Problemen gab die Produktionsfirma erst gegen 18:00 Uhr den Einlass frei, was zu leichtem Unmut unter den Wartenden führte.

Gekürzter Supportact

Nachdem die letzten Vorbereitungen und Aufbauten dann endlich erledigt waren, fing um 19:25 Uhr die Vorband Five Finger Death Punch an zu spielen. Dabei handelt es sich um eine amerikanische Heavy-Metal-Band, die bereits drei Alben veröffentlicht hat. Meinen Musikgeschmack haben sie nicht getroffen, aber deswegen war ich ja auch nicht da. Durch die technischen Probleme hatten sie gerade noch so viel Zeit um vier Stücke zu spielen. Um 19:45 Uhr wurde dann für KISS umgebaut.

The best and hottest band!

Eine halbe Stunde später war es dann endlich so weit: "You want the best, you get the best – the hottest band in the world: KISS!!!" Danach fiel der Vorhang und die Show wurde mit dem Song "Psycho Circus", sowie jeder Menge Feuer und Pyrotechnik eröffnet. Eric Singer startete mit seinem Schlagzeug auf einem hohen Podest, was während des Songs runtergefahren wurde. Die Stimmung war direkt sensationell und die Gänsehaut ließ nicht lange auf sich warten. Spätestens mit dem anschließenden "Shout it out loud" war das Publikum in der Show angekommen und sang aus vollen Kehlen mit!

Hauptsächlich Klassiker

Eines von zwei Songs*, das sie vom neuen Album "Monster" gespielt haben, war "Hell or Hallelujah". Das ist eigentlich ein wenig schade, aber andererseits will das Publikum natürlich auf die Klassiker auch nicht verzichten. Zum Song "War Machine" spuckte Gene Simmons Feuer und wie immer zu "God of Thunder" Blut. Leider war es wohl aufgrund der Bühnenkonstruktion nicht möglich, dass Gene nach oben gezogen wurde und Paul Stanley über das Publikum zur zweiten Bühne schweben konnte. Das waren definitiv zwei Minuspunkte für die Waldbühne, aber der Stimmung tat das keinen Abbruch.

Soloeinlagen

Tommy Thayer sang "Shock Me", was nahtlos in "Outta this World" überging, bei dem er zusammen mit Eric gejammt hat. Tommy konnte seine Gitarrenkünste unter Beweis stellen und Eric seinen Umgang mit den Sticks, während sein Schlagzeug nach oben gefahren wurde. Die Kommunikation zwischen Publikum und Musikern kam auch hier wieder zum Tragen.

Showdown und Zugaben

Nach "Rock and Roll All Nite", ein Song mit einem wahnsinnigen Konfettiregen, ging KISS kurz von der Bühne, um anschließend ihre Zugaben zu spielen. Vorher sollten alle im Publikum noch die Arme heben, KISS stellte sich mit dem Rücken zum Publikum und ließ vom Schlagzeug aus ein Foto machen mit dem Publikum im Hintergrund. Danach ging es noch einmal richtig rund mit "Detroit Rock City", "I Was Made for Lovin‘ You" und "Black Diamond" als Zugaben. Zum Abschluss gab es natürlich noch einmal jede Menge Flammen und Feuerwerk!

Videoleinwand

Neu bei dem Konzert war, dass KISS Videos selbst produziert hat, die zu verschiedenen Songs eingespielt wurden. Das hat mir sehr gut gefallen! Leider müssen aufgrund von Anwohnerbeschwerden die Konzerte auf der Waldbühne um 22:00 Uhr beendet sein, so dass KISS auch tatsächlich „schon“ nach 1:45 Minuten aufhörte zu spielen.

Kurz aber heftig

Wer am letzten Mittwoch nicht in Berlin mitgefeiert hat, dem konnten wir mit diesem Konzertbericht bestimmt einen prima Eindruck vermitteln. Wir danken Stefanie Bielenberg für ihre lebhafte Schilderung und hoffen einfach, dass dieses Konzert nicht das letzte auf deutschem Boden war. Vielleicht haben wir von Magistrix dann irgendwann selber noch die Möglichkeit ein Kiss-Konzert zu genießen, vom dem wir selbstverständlich auch berichten würden. Das Bildmaterial im heutigen Konzertbericht stammt übrigens von diversen früheren Auftritten der Band.

*Anm.d. Red.: geändert, da auch "Outta this World" vom neuen Album stammt



5 Kommentare

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19. Juni, 15:39 Uhr
von Martina

Ein Artikel, der Informationen und Stimmung gleichermaßen rüber bringt. Vielen Dank!

Annette
19. Juni, 12:32 Uhr
von Annette

Die entsprechende Passage im Bericht wurde nun mit einem Vermerk ausgestattet. Danke für den Hinweis

18. Juni, 22:50 Uhr
von Sterni

...stammt auch vom aktuellen Album "Monster"! Somit sind wir dann bei zwei Songs vom neuen Album. Nur mal kurz kluggeschissen. ;) Ansonsten super Bericht! :)

17. Juni, 13:55 Uhr
von Nicola


Super Kommentar!!!

17. Juni, 13:37 Uhr
von Ina

Schöner Artikel, der die super Stimmung trifft. Ich war auch da und hatte einen tollen Abend!

Qmn