CD-Neuerscheinungen am 21. Oktober

Tue, 18 Oct 2011 16:40:00 GMT von

Futter für hungrige Ohren

Am kommenden Freitag kommen wieder jede Menge neuer Platten auf dem Markt, damit ihr nichts verpasst, könnt hier schon mal lesen was auf euch zukommt. Mit von der Partie sind unter anderem Coldplay, Tom Waits, Mark Medlock, Björk And Dirty Projectors, Sting und J.R.Blackmore.

Coldplay - "Mylo Xyloto"

Coldplay machen bereits seit einiger Zeit durch ein sagenumwobenes Duett mit Rihanna auf ihr Album "Mylo Xyloto" gespannt. Die Auskopplungen "Paradise" und "Every Teardrop Is A Waterfall" sind ja schon richtig gut - quasi Stadionrock reloaded. Dass diese Band inzwischen gerne mit Bomastic-Sound daher kommt, daran haben wir uns gerne gewöhnt. Über der trotz allem recht simplen Struktur thront Chris Martins Stimme mit einer Melodie, die schon beim ersten Durchgang den Hörer an der Hand nimmt und durchs Pop-Wunderland führt.

Björk und Dirty Projectors beim Gipfeltreffen

Die isländische Musikerin Björk hat sich im letzten jahr in die Zusammenarbeit mit Dirty Projectors gestürzt und dabei ist "Mount Wittenberg Orca" heraus gekommen. Sieben Songs beherbergt die Scheibe, in deren Zentrum der Gesang steht, nur ein wenig Gitarre und Percussion darf begleiten. Wer Björk kennt, weiß, dass es bei ihr nicht um Ohrwurmqualität geht, sie spart bei vielen Stücken mit Worten. Das Resultat klingt märchenhaft, wie der chorale Soundtrack für eine seltsame Zukunft. Zunächst konnte man die Songs lediglich als Download auf einer extra erstellten Homepage erwerben und die Erlöse gingen dann an die "National Geographic Society", welche sich für die Erhaltung der Ozeane einsetzt, ab dem 21. Oktober kann das Werk in Form einer CD gekauft werden.

Tom Waits - Rauhe Stimme, weicher Kern

Lang ist es her, genauer gesagt sieben Jahre, doch jetzt dürfen wir wieder etwas Neues von Tom Waits erwarten. Mit dem Album "Bad As Me" kehrt er zurück und ab dann braucht niemand mehr gegen den Tausch der eigenen Email-Adresse dessen Homepage besuchen um die Scheibe vorab zu testen und sie ist sowieso gelungen weil Tom Waits weiß, was seine Fans von ihm erwarten dürfen. Das Schlagzeug klingt wie eine Halde Pappkartons, und sein Gesang klingt, als sei das Mikrofon defekt. Es gibt ein atemloses Stück, das "Let's Get Lost" heißt und den inbrünstigen Rock 'n' Roll der Gründerzeit zitiert. Zum Thema Prelistening hatte Waits einen humorvollen Teaser parat: "Stell dir vor deine Frau ist schwanger, sie will es dir sagen, aber ich rufe dich vorher an und sage: 'Hey, Betty ist schwanger!' Fändest du das gut? Nein!"

Mark Medlock - Der Bohlen-Zögling ist erwachsen geworden

Auch Mark Medlock, die einstige Bohlen-Entdeckung, hat was anzubieten, nämlich bereits seine sechste Platte und sie heißt "My World". In der letzten Woche erschien die Single "The Other Side Of Broken", zu der ein Videoclip vor der beeindruckenden Kulisse der Mangrovenwälder bei New Orleans gedreht wurde. In einem RTL.de Interview erklärte der Sänger, dass sein Vater aus Georgia stammt und noch viele seiner Verwandten in New Orleans leben, für ihn selber war der Dreh deshalb verbunden mit einer Heimkehr und Rückbesinnung auf seine musikalischen Wurzeln.

Sting - Best Of

Ein völlig anderer Künstler widerum ist Sting, er will uns eine Freude machen mit "The Best Of 25 Years". Das macht ja fast jeder Interpret mit entsprechend langer Karriere irgendwann und Sting hat zwei verschiedene Compilations zusammengestellt: Eine Einzel-CD mit 13 remasterten Tracks und eine Doppel-CD mit 31 remasterten Songs. Zu den Highlights zählen dabei die Nummer 1-Hits "If You Love Somebody Set Them Free" und "All This Time", dazu die mit einem Grammy ausgezeichneten Songs "If I Ever Lose My Faith In You" und "Whenever I Say Your Name". Zudem gibt es auf der CD einen neuen Mix von "Never Coming Home" und bislang unveröffentlichte Liveversionen von "Message I A Bottle", "Demolition Man" und "Heavy Cloud No Rain".

J.R. Blackmore - Wie der Vater, so der Sohn

Der Name hat seine Bedeutung: J.R. Blackmore ist der Sohn von Ritchie, seines Zeichens Gittarist bei Deep Purple. Man fragt sich warum ein echter Rocker seinen Sprößling mit einem derart flachen Namen wie Jürgen ins Leben schickt, aber vermutlich hatte er für ihn schon sein ganzes R'n'R-Pulver verschossen. Ist aber auch egal, denn J.R. Blackmore klingt eh viel schmissiger und unter diesem Pseudonym releast Jürgen zusammen mit seinen Friends das Album "Voices". Die Songs auf dieser Platte klingen mystisch, unheimlich und spannend zugleich. Blackmore & Friends ist damit ein musikalisches Juwel geglückt, obwohl es  schlicht und ergreifend ist, alleine dadurch, dass alle beteiligten Musiker hervorragende Stimmen haben. Gefühlvolles Gitarrenspiel im Wechsel zwischen Zerstörungswut und schwärmerischen Parts, dann wieder dramatisches  Uptempo, die im typischen Blackmore-Gitarrenstil enden. Dieses Album ist gespickt mit vielen überraschenden Elementen und Anleihen aus Klassik, Rock und orientalischen Klängen, einfach ein Sahnestück, dass man haben muss.

 



2 Kommentare

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Annette
26. Oktober, 16:06 Uhr
von Annette

Wenn der Vater Engländer und in seiner Heimat ein Rockstar ist, dann tut mir der Junge schon leid. In dem Fall hätte Johnny wohl besser gepasst.
Nicht umsonst nennt er sich selber heute auch J.R. Blackmore
Aber Danke für den Hinweis auf das falsche Erscheinungsdatum, habe es aktualisiert.

19. Oktober, 02:01 Uhr
von Onkel Dave

Der Name 'Jürgen' ist Dir nicht Rock 'n' Roll genug, Dann sind Jörn Lande und Klaus Meine aber auch aus dem Rennen, oder? Annette?

Hey, nebenbei, bevor die Leute jetzt bis zum 21. September 2012 warten: Die.Scheiben sind schon kommenden Freitag, den 21. OKTOBER im Handel.

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